Der perfekte Pizzakäse

Was wäre eine Pizza ohne Käse? Vermutlich ein sehr langweiliges und liebloses Gericht. Doch welcher Käse zu welcher Pizza passt könnte glatt eine Wissenschaft für sich sein. Liebt man es aber traditionell, dann kommt auf eine italienische Pizza eigentlich nur ein Käse: Mozzarella

Dabei ist die Frage nach dem perfekten Pizzakäse am Ende wohl doch eine reine Geschmacksfrage.

Wissenschaftlicher Käse

Tatsächlich haben sich vor einigen Jahren, Forscher vom „Institute of Food Technologies“ in Chicago mit der Frage auseinandergesetzt, was denn nun der ideale Pizzakäse sei. Die Ergebnisse wurden in einer Studie im Magazin „Journal of Food Science“ veröffentlicht (Auch bekannte Magazine wie der "Spiegel" oder die "Süddeutsche Zeitung" hatten damals berichtet. 

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Idealer Pizzakäse: Mozzarella

Italienischer Klassiker: Mozzarella

Während die Mutter aller Pizzen mit Mozzarella gebacken wird, wird heute meistens (auch aus Kostengründen) mit Käsemischungen gearbeitet. Ebenfalls häufig verwendet wird als Pizzakäse Emmentaler oder Gouda.

In Italien ist es üblich seine Pizza mit Mozzarella zu belegen. Mozzarella hat den Vorteil, dass er einen milden (fast neutralen) Geschmack hat und wenig Salz enthält. Damit passt er zu jedem Belag.

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Mozzarella ist ein italienischer Weichkäse aus Kuh- oder Büffelmilch. Mozzarella aus Büffelmilch ist allerdings etwas teurer und nicht überall erhältlich. Mozzarella eignet sich sehr gut zum Belegen mit Pizza, denn Mozzarella verläuft sehr schnell und gut.

Ein Nachteil dabei ist aber, wenn man nicht aufpasst, verbrennt der Käse schnell beim Pizzabacken.

Ein weiterer Vorteil beim Mozzarella ist sein geringer Fettanteil. So „schwimmt“ deine Pizza nicht in Fett, wenn du gerne viel Käse auf deiner Pizza hast.

Wenn du eine Vorliebe für Mozzarella hast, solltest du den zusammen mit Provolone oder Gruyère mischen, dadurch bildet sich beim Erhitzen eine zarte Ölschicht, diese schützt den Mozzarella vorm Verbrennen und peppt den Geschmack auf.

Emmentaler als Pizzakäse?

Ebenfalls sehr beliebt als Pizza-Käse ist der Emmentaler. Ein Emmentaler sorgt für einen leicht süßlich-nussigen Geschmack auf der Pizza. Daher passt der Emmentaler gut zu kräftigeren und aromatischeren Pizzabelägen wie Salami oder Peperoni. Der Emmentaler schmilzt gut, sein Fettgehalt ist gering, so dass die Pizza nicht im Fett ertränkt wird.

Edamer Pizzakäse

Der Edamer zählt ebenfalls zu den beliebten und gängigen Pizzakäsesorten. Der Edamer geschmacklich mild und leicht säuerlich. Daher passt er gut zu Pizza mit Fisch und Meeresfrüchte.

Gouda Pizzakäse

Der Gouda harmoniert auch gut als Pizzakäse und passt ähnlich wie der Edamer auf eine Pizza mit Fisch und Meeresfrüchte o.ä.

Die Exoten unter den Pizzakäse: Roquefort, Pecorino, Gorgonzola

Diese Käsesorten sind wirkliche Exoten und eignen sich auf jeden Fall für ein paar Experimente, z.B. bei einem Pizzaabend mit Freunden und zahlreichen leckeren Minipizzen (z.B. aus der Pizzarette). Diese Käsesorten verleihen einer Pizza eine besondere Würze. Ein Gorgonzola oder Roquefort und andere Blauschimmelkäse passen daher vorwiegend für herb-fruchtige Pizzen.

Wie viel Käse kommt auf eine Pizza?

Viele Anfänger verteilen den Käse erst am Ende oben auf der Pizza und bedecken alle anderen Zutaten. Das ist falsch. Erst kommt die Tomatensoße, dann der Käse und als letztes der Belag.

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Tipp: Auf die Soße folgt der Käse

Die Menge dabei ist abhängig von der Größe deiner Pizza und deiner Lust auf Käse, aber für eine Standardgröße empfehlen sich ca. 150 g geriebenen Käse. Der Käse sollte fein gerieben und dann direkt nach der Soße auf der Pizza gleichmäßig verteilt werden. 

Pizzakäse bitte frisch gerieben

Fertig geriebener Pizza-Käse aus der Tüte ist zwar billiger, praktisch und sofort verwendbar, aber geschmacklich nicht zu empfehlen. Damit Fertigkäse länger haltbar bleibt und auch nicht zusammenklumpt und streufähig bleibt, wird er mit Trennmittel wie Kartoffelmehl o.ä. behandelt.

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frisch gerieben schmeckt am besten

Wer eine leckere, italienische Pizza genießen möchte, der sollte seinen Pizzakäse auf jeden Fall am Stück kaufen und dann den Käse bei Bedarf frisch auf die Pizza reiben.

Allerdings sollte man bei der Käseauswahl darauf achten, dass der Käse nicht zu viel Fett enthält. Ein Fettgehalt zwischen 40 und 50% ist ideal für Pizza-Käse. Käse mit einem höheren Fettgehalt eignen sich dagegen nur bedingt als Pizza-Käse, denn diese verfetten die Pizza, machen den Pizzateig matschig und triefend. Außerdem ist Käse mit einem zu hohem Fettanteil eine wahre Kalorienbombe.


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